5 Tipps für einen Umstieg auf vegane Ernährung

Aktualisiert: 5. Juli 2021

In der ersten Zeit mag die Umstellung auf eine vegane Ernährung vielleicht etwas mühsam wirken, doch vegan zu essen ist weder zeitaufwändiger noch teurer als irgendeine andere Ernährungsform. Es ist erstmal nur ungewohnt und eine Umstellung. Das zu tun, was die Mehrheit tut, ist in den meisten Fällen vielleicht erstmal einfacher, aber nicht immer unbedingt besser ;-)

Die Umstellungsphase kann durchaus etwas kompliziert sein, da man sich nun viel bewusster überlegen muss, was man isst und was nicht! Aber das ist schonmal ein erster wichtiger Schritt:

Mach dir bewusst, was du eigentlich den ganzen Tag isst.


Sobald man sich in der "veganen Welt" erstmal etwas zurecht gefunden hat, ist es überhaupt nicht mehr kompliziert und man isst nicht weniger abwechslungsreich....man verändert lediglich die Auswahl der Lebensmittel.


Hier kommen 5 Tipps die dir dabei helfen, deine Ernährung Schritt für Schritt umzustellen:


  1. Mach dir deine Gründe bewusst! Es gibt viele verschiedene Gründe, die für eine vegane Ernährung sprechen. Denk darüber nach, was für dich der größte Antreiber ist. Geht es dir um das Tierwohl? Die Umwelt? Deine Gesundheit? Finde heraus, was für dich der wichtigste Grund ist, auf eine vegane Ernährung umzustellen. Ich muss zugeben, dass für mich persönlich alle 3 Gründe von Bedeutung sind, aber der ausschlaggebendste die Verbesserung meiner Schmerzen, also meiner Gesundheit und meines Wohlbefindens war. Dadurch fiel es mir natürlich sehr leicht auf alle tierischen Produkte zu verzichten weil mein Körper mir ziemlich deutlich gezeigt hat, dass er das offenbar nicht braucht und auch nicht will. Die anderen Gründe waren mir vorher zwar ebenfalls schon bewusst, aber ich habe es leider sehr lange Zeit trotzdem ignoriert bzw. war ich "zu bequem" alles umzustellen. Fleisch habe ich vorher schon nur sehr selten gegessen und das war dann quasi "meine Ausrede für mein Gewissen". Und umso mehr ich mich nun mit der veganen Ernährung beschäftige, umso wichtiger werden auch die anderen Gründe für mich! Also wenn du weißt wofür du es machst, fällt es leichter!

  2. Mach es in deinem Tempo! Ich habe meine Ernährung quasi von heute auf morgen komplett umgestellt. Es gab dann am Anfang ganz selten zwar mal eine "Ausnahmemahlzeit" aber im Großen und Ganzen habe ich meine alltägliche Ernährung von heute auf morgen komplett umgestellt. Das ist natürlich nicht jedermanns Sache und kann schnell zu dem Gefühl führen, dass man auf sehr viel verzichten muss. Mach es ruhig Schritt für Schritt...fang doch erstmal damit an, Fleisch und Fisch von deinem Speiseplan zu streichen. Oder wenn dir das noch zu schwer fällt, iss von nun an nur noch einmal die Woche Fleisch oder Fisch. Such dir z.B. Alternativen für deinen Aufschnitt und nimm dir bewusst vor, höchstens einmal die Woche ein Stück Fleisch zu essen. Dann such dir eine Alternative für Milch, hier gibt es unzählige vegane Alternativen und da ist sicher für jeden Geschmack etwas dabei! Gehe so Schritt für Schritt in deinem eigenen Tempo vor und suche dir immer erstmal eine Sache aus, die du ersetzen möchtest und such dir dafür eine für dich passende Alternative.

  3. Veganisiere deine Lieblingsgerichte Überleg dir einfach, wie man deine Lieblingsgerichte vegan zubereiten kann. Es gibt für eigentlich alles eine gute Alternative. Teste dich einfach durch die ganzen Möglichkeiten durch und schau was dir schmeckt und was nicht. Wenn du weiterhin deine "normalen" Gerichte essen kannst, nur halt etwas verändert, dann kommt auch nicht das Gefühl auf, dass man auf etwas verzichten müsste!

  4. Bleib dran! Nur weil dir vielleicht nicht die erste pflanzliche Milch oder der erste pflanzliche Käse den du probiert hast schmeckt, gib nicht gleich auf. Es gibt mittlerweile so viele verschiedene Produkte auf dem Markt, da ist sicher auch etwas für deinen Geschmack bei. Man muss die Produkte als eigenes Produkt sehen und nicht unbedingt immer den bekannten Geschmack von z.B. normaler Milch oder Käse erwarten. Es schmeckt anders, klar! Trotzdem schmeckt es. Gerade bei dem Thema pflanzliche Milch gibt es soooo viele unterschiedliche Geschmacksrichtungen, ob es Mandel-, Hafer,- Soja-, Erbsen-, oder Cashewmilch ist...probiere dich durch und schau was dir schmeckt!

  5. Leg eine vegane Woche ein! Oder noch besser einen Monat! Freunde von mir haben (nachdem ich von meiner Ernährungsumstellung erzählt habe) direkt gesagt "Das probieren wir auch mal!" und haben sich eine Woche lang vegan ernährt. Das ist eine super Möglichkeit um zu sehen, dass es "gar nicht schlimm" ist und auch eigentlich nichts mit Verzicht sondern nur mit einer Umstellung zu tun hat. Es gibt mittlerweile so viele Alternativen die man testen kann. Noch besser ist natürlich einen veganen Monat zu versuchen, da man dabei dann bereits eine Veränderung im Körper bemerken kann. Es gibt seit 2014 jedes Jahr den "Veganuary" bei dem in diesem Jahr sogar schon eine halbe Million Menschen aus über 200 Ländern den kompletten Januar eine pflanzliche Ernährung ausprobiert haben. Aber man muss hierzu natürlich nicht auf den nächsten Januar warten, sondern dazu eignet sich auch bestens jede andere Zeit im Jahr ;-) Es ist eine wunderbare Möglichkeit zu merken, was sich im Körper verändert.


Und zu guter Letzt: Sei nicht so streng mit dir! Wenn du mal versehentlich etwas nicht veganes isst, oder du bei einer bestimmten Sache "schwach" wirst, hast du nicht gleich versagt! Das ist in Ordnung und kein Beinbruch ;-)








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